Antifa zerschlagen! (Abt.: Deutliche Worte)

Die Gruppe „Roter Oktober“ aus Trier berichtet in ihrem Blog von der Störung einer Stadtratssitzung. In Trier wurde nämlich die NPD in den Stadtrat gewählt, was natürlich sofort den „Widerstand von links“ (Roter Oktober über sich selbst) auf den Plan rief:

Mit Verspätung kam dann auch der Abgeordnete der faschistischen NPD, Safet „Babette“ Babic, unter Missachtung der „deutschen“ Pünktlichkeit, ins Rathaus eingetrudelt als die Sitzung bereits begonnen hatte, umgeben von seiner persönlichen SA-Prügeltruppe.


So kreativ ist die deutsche Antifa 2009: Einen Nazi (der nicht mal Deutscher sein will, sondern lieber bosnischer SS-Mann), an seinen mangelhaften deutschen Tugenden blamieren. Richtig lustig wurde es aber offenbar erst nach der Räumung des Saals durch die Polizei und nachdem die Stadtratssitzung dann ohne antifaschistische Beteiligung zu einem Ende gebracht werden konnte:

Irgendwann kamen dann auch „Babette“ und seine SA-Schergen aus dem Rathaus stolziert und wurden sogleich von warmen Worten unsererseits empfangen, wie es sich gebührt: „Ihr habt den Krieg verloren“ und „So sieht deutscher Inzest aus“ sind hier nur zwei Beispiele unserer schönen Abschiedsworte.

Man fragt sich tatsächlich, ob es an der geographischen Nähe zu Karlsruhe liegt, dass Treue zur demokratischen Verfassung und eugenische Sorge um die Volksgesundheit1t bei den Trierer Linken so ausgeprägt sind. Es muss sich um eine Entwicklung der letzten 60 Jahre handeln, soviel steht fest. Wenn man sich jedoch eingehender mit der Antifa-Szene befasst, so wird schnell klar, es handelt sich nicht um ein Phänomen das sich auf Trier beschränkt. Vielmehr scheint es zum Antifaschismus dazu zugehören („Eure Eltern sind Geschwister!“), wie die schwarze Kappe und die Sonnenbrille.

  1. näheres dazu findet sich übrigens in Gigi Nr.59 (Januar/Februar 2009) http://www.gigi-online.de/start.html [zurück]

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